Was ist ein Passatwind? Erfahre, warum Passate aus östlichen Richtungen wehen und weshalb die ursprüngliche Grenze bei 23,5 Grad zu eng gefasst war.
Die kurze Antwort
Passate sind beständige tropische Winde, die in Bodennähe überwiegend von Osten nach Westen wehen. Auf der Nordhalbkugel heißt die Strömung Nordostpassat, auf der Südhalbkugel Südostpassat.
In diesem Artikel
Woran erkennt man einen Passat?
Im Rätsel wird ein beständiger Wind über tropischen Meeren gesucht. Die gesuchte Bezeichnung lautet Passat. Entscheidend sind seine großräumige Regelmäßigkeit und seine östliche Herkunft, nicht eine überall identische Windstärke.
Die Erde dreht sich mit
Die Luftbewegung ist Teil der tropischen Zirkulation. Auf dem Weg in Richtung Äquator wird sie durch die Erdrotation abgelenkt. So entstehen bodennahe Winde mit einer westwärts gerichteten Komponente. Wetterberichte benennen Winde nach ihrer Herkunft: Ein Nordostwind kommt aus Nordosten.
Warum 23,5 Grad keine feste Passatgrenze sind
Die Wendekreise bei ungefähr 23,5 Grad markieren keine scharfe Grenze dieses Windsystems. NOAA beschreibt die Passatregion großräumig bis etwa 30 Grad nördlicher und südlicher Breite. Lage und Ausprägung verändern sich; eine einzige starre Breitenangabe macht die Quizfrage unnötig angreifbar.
Eine Anschlussfrage für die Runde
Warum halfen diese Winde früher bei Atlantiküberquerungen in Richtung Amerika? Die überwiegend westwärts gerichtete Strömung unterstützte entsprechend geplante Segelrouten. Damit lässt sich die Wetterfrage mit Geschichte und Geografie verbinden.
Quellen zum Nachlesen
- NOAA: What Are Trade Winds?Richtung, Erdrotation und Nutzung für Segelrouten
- NOAA Ocean Service: Trade windsGroßräumige Passatzirkulation