Bei diesem Rätsel ist die Laufrichtung wichtiger als die Zahl der Hunde. Wer sofort multipliziert, übersieht das entscheidende Wort.
Die kurze Antwort
Zwei Beine laufen in die Stadt: die des Mannes. Die Frauen und ihre Hunde kommen ihm entgegen und bewegen sich in der gemeinten Situation aus der Stadt heraus.
In diesem Artikel
Ein Mann geht in die Stadt. Ihm kommen vier Frauen mit jeweils vier Hunden entgegen. Wie viele Beine laufen in die Stadt? In der üblichen Lesart sind es zwei – die Beine des Mannes.
Die Richtung entscheidet
„Entgegenkommen“ beschreibt hier eine Bewegung in die Gegenrichtung. Die Frauen und Hunde gehören deshalb nicht zur gesuchten Gruppe. Ihre Anzahl lenkt von der eigentlichen Frage ab. Man muss zuerst bestimmen, wer in die Stadt geht, und erst dann die Beine zählen.
Das gilt unter der natürlichen Rätselannahme, dass der Mann auf einem Weg zur Stadt unterwegs ist und die andere Gruppe auf demselben Weg von dort kommt. Über spätere Richtungswechsel oder zusätzliche Personen sagt die Aufgabe nichts aus.
Was ergibt die scheinbar naheliegende Rechnung?
Vier Frauen mit je vier Hunden ergeben insgesamt sechzehn Hunde. Unter der Annahme von zwei Beinen pro Mensch und vier pro Hund haben alle erwähnten Menschen und Tiere zusammen 74 Beine: 2 + 8 + 64. Das beantwortet jedoch eine andere Frage, nämlich die nach sämtlichen Beinen in der Szene.
Eine faire Anschlussfrage
Wie viele Hunde kommen dem Mann entgegen? Sechzehn. Hier ist die Multiplikation 4 × 4 tatsächlich gefragt. Die beiden Fragen direkt nacheinander zeigen schön, warum man bei Textaufgaben nicht einfach jede genannte Zahl verrechnen sollte.
Gedanken aus der Quizrunde