Gutenbergs Drucksystem kombinierte bewegliche Metalllettern, Gussverfahren und Presse. Warum „Erfinder jedes Buchdrucks“ zu kurz greift.
Die kurze Antwort
Johannes Gutenberg entwickelte im 15. Jahrhundert in Europa ein leistungsfähiges Buchdrucksystem mit beweglichen Metalllettern. Druckverfahren gab es bereits vor ihm.
Geschichte und Entdeckungen
In diesem Artikel
Die im Quiz erwartete Person ist Johannes Gutenberg. Präzise lautet die Frage nach dem europäischen Buchdruck mit beweglichen Metalllettern und dem dazugehörigen Herstellungsverfahren.
Aus Zeichen werden wiederverwendbare Bausteine
Gutenbergs Verfahren zerlegte Texte in einzelne Buchstaben und weitere Zeichen. Diese konnten gegossen, zu Zeilen und Seiten zusammengesetzt und nach dem Druck erneut verwendet werden. Die Mainzer Gutenberg-Information beschreibt dabei besonders das Handgießinstrument und die abgestimmte Druckpresse.
Warum war das ein System?
Ein einzelner Metallbuchstabe genügt noch nicht für den zuverlässigen Druck vieler Seiten. Wichtig waren gleichmäßige Lettern, geeignete Materialien, ein praktikables Gussverfahren und die Übertragung des Druckbilds. Erst das Zusammenspiel machte die Technik leistungsfähig.
Was die alte Frage verkürzt
Gedruckt wurde bereits vor Gutenberg, unter anderem mit bearbeiteten Holzstöcken. „Gutenberg erfand das Drucken überhaupt“ wäre deshalb falsch. Seine Bedeutung liegt in der Weiterentwicklung und erfolgreichen Verbindung der Verfahren.
Quiz: Werden bewegliche Lettern nach einer Seite weggeworfen?
Nein. Ihre Wiederverwendbarkeit ist gerade ein wesentlicher Vorteil dieses Verfahrens.
Quellen zum Nachlesen
- Landeshauptstadt Mainz: Die Erfindung GutenbergsVorheriger Holzdruck, Lettern, Handgießinstrument und Presse
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